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AA-DACH, die Zeitschrift der deutschsprachigen "Anonymen Alkoholiker" erscheint monatlich und kann ausschließlich über unser gemeinsames Dienstbüro in Deutschland bezogen werden. Die Bestelladresse finden Sie am Ende dieses Artikels.

DACH Cover 17 06

In AA-DACH werden Erfahrungen der jeweiligen Verfasser/Innen mit dem AA-Programm (Schritte, Traditionen, Meetings-Begegnungen, Sponsorschaft etc.) veröffentlicht. Sie stellen keine Stellungnahme der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker dar und können nicht auf AA als Ganzes bezogen werden.

Die kommenden Monatsthemen finden Sie hier: externer Link

"Meine Fehler gehören mir!"
lautete das Monatsthema der Ausgabe vom Juni 2017.

Als Leseprobe haben wir für Sie einen Artikel zum diesem Monatsthema ausgewählt:

Wer hat denn schon Fehler?

In meinem prae-alkoholischen Leben, als Kind, Jugendliche, junge Frau und junge Mutter wäre ich nicht auf die Idee gekommen, nach meinen Charakterfehlern zu suchen, sie zu artikulieren, mich darüber auszutauschen, geschweige denn irgendetwas zu ändern. Ich war, wie ich war – und das war gut so! Es gab schon Gelegenheiten, wo mich etwas beunruhigte, wo ich mit mir unzufrieden war, manchmal so Gedanken hatte, dass ich was anders machen könnte, aber das alles überspielte ich mit Bravour! Auch wenn ich stark verwundet worden war, wich ich auf die Komödie aus – nur nicht zeigen, wie weh etwas tat! Ging das nicht, so färbte ich so lange schön, bis ich mit der „Farbe“ einverstanden war! Je nachdem, um welche „Farbe“ es sich handelte, brauchte diese doch schließlich ein Lösungsmittel – ebenso wie meine Probleme! Und dieses Lösungsmittel fand ich schließlich auch: Alkohol! Der half mir zu Beginn schnell einzuschlafen, sodass ich nicht mehr Tagträumen musste – die Träume waren mir sowieso schon ausgegangen! Dass dieses Lösungsmittel schließlich alles auflöste, sodass auch ich nicht mehr vorhanden war, das schien mir erst im Nachhinein ein Problem. Während des Trinkens war mir ja alles egal, Hauptsache ich hatte genügend Sprit in mir! Mein Blick war trüb, mein Hirn funktionslos, meine Seele verloren gegangen!

Komm wieder!

Eines Tages fand ich mich in AA wieder. Zu Beginn schien ich natürlich nicht wirklich präsent zu sein – aber ich konnte mich wie ein Wunder an die Slogans halten: Lass das erste Glas stehen! Komm wieder! Du bist wichtig, aber nimm dich nicht so wichtig! Besonders erstaunlich war für mich, dass ich wirklich das erste Glas Tag für Tag stehen lassen konnte. Mir wurde auch gesagt, ich solle auf die Gleichheiten horchen und nicht auf die Unterschiede. Automatisch wurde ich beim Zuhören mit so manchen Charaktermängeln bekannt. Natürlich konnte ich viele von ihnen auch bei mir erkennen. Manche dieser Schwächen lernte ich erst benennen. Es schien, als hätte ich wohl einen großen Wortschatz, der aber oft nur aus leeren Worthülsen bestand.

Da geht es ans Eingemachte!

Wirklich bekannt mit so manchen meiner eigenen „Short-comings“ wurde ich durch den 4. und 5. Schritt. Gott sei Dank habe ich von Anfang an aus Angst, es nicht zu schaffen, besonderen Wert auf die Ehrlichkeit gelegt. Das wirkte sich bei der Inventur schon sehr positiv aus. Da kam ich mir natürlich schon oft sehr jähzornig, grantig, eingebildet, unzufrieden, egoistisch, … vor. Die alten Schuldgefühle aus der Saufzeit kamen auch wieder hoch und ließen mich sicherlich schlechter erscheinen, als ich wirklich war. Es half auch nichts, wenn ich doch so manche störenden Eigenschaften anbringen oder zumindest leichter machen wollte – mit dem eigenen Willen geht da gar nichts! Ich kann mir unmöglich einreden, dass ich nun nicht mehr besserwisserisch sein wollte, ich war es ja immer noch, auch wenn ich nicht mehr alles heraus sagen musste, woran ich gerade dachte.

… und wenn Sie wissen wollen, wie es der Verfasserin weiterhin ergangen ist, dann abonnieren Sie doch einfach diese Zeitung!

 

Die Bestelladresse für unsere Monatszeitschrift AA-DACH lautet: 

Anonyme Alkoholiker Interessengemeinschaft
Literaturvertrieb
Postfach 11 51
84122 Dingolfing
Deutschland

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Die Zusendung erfolgt in einem undurchsichtigen Kuvert mit dem neutralen Absender Literaturversand.

Der Preis beträgt 2,25 € pro Exemplar zuzüglich Versandkosten.

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